
Solidarität endet nicht an den Werkstoren
Die angekündigte Schließung des Mecalac-Werks in Büdelsdorf – vielen noch als Ahlmann Baumaschinen bekannt – hat viele Menschen in unserer Region tief getroffen. Über 170 Beschäftigte stehen vor einer ungewissen Zukunft.
Eklatantes Versagen
Was die Belegschaft derzeit erlebt, ist nicht nur eine wirtschaftliche Entscheidung, sondern ein eklatantes Versagen unternehmerischer Verantwortung, so unser Landtagsabgeordneter Kai Dolgner.
Während des Warnstreiks der Kolleg*innen machten IGM, Betriebsrat und Kai deutlich, worum es hier geht:
Jahrelang wurde von den Beschäftigten Loyalität eingefordert. Wer für bessere Bedingungen den Arbeitsplatz wechselte, galt als illoyal. Gleichzeitig wurde öffentlich über Fachkräftemangel geklagt – und noch vor wenigen Jahren suchte Mecalac selbst aktiv neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Heute jedoch wird ein traditionsreicher Standort mit minimaler Vorwarnzeit abgewickelt.
Forderung nach Haltung
Besonders schwer wiegt laut Gewerkschaft, dass diese Entscheidung ohne ernsthafte Gespräche und ohne erkennbaren Willen getroffen wurde, den Standort zu erhalten. Statt Verantwortung zu übernehmen, versucht die Geschäftsführung der Fayat-Gruppe offenbar, mit dem absoluten Minimum davonzukommen. In der Öffentlichkeit wird die Realität mit wohlklingenden Worten beschönigt, während für die Beschäftigten Fakten geschaffen werden. Das ist keine Unternehmensführung mit Haltung, sondern eine kalte Abwicklung.
Bruch mit Treue und Tradition
Zynisch ist dieses Vorgehen vor allem gegenüber den Menschen, die dem Betrieb über Jahrzehnte hinweg die Treue gehalten haben. so Kai. Wer in guten Zeiten Einsatz, Verzicht und Solidarität einfordert, darf sich in schwierigen Phasen nicht aus der Verantwortung stehlen. Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch Pressemitteilungen, sondern durch faires und transparentes Handeln.
Verantwortung und nicht vergessen
Natürlich ist Wirtschaft zyklisch. Krisen gehören dazu. Doch sie entbinden nicht von Verantwortung. Und eines ist ebenso klar: Vergessen wird dieses Verhalten nicht. Die Kolleg*innen, Gewerkschaften und die Öffentlichkeit werden sehr genau wahrnehmen, welche Unternehmen in schwierigen Zeiten zu ihren Mitarbeiter*innen stehen – und welche nicht.
Einberufung eines Runden Tisches: Damit übernahm der Bürgermeister Verantwortung für die betroffenen Beschäftigten und ihre Familien. Er tut damit das, was eigentlich Aufgabe der Eigentümer wäre.
Für uns als SPD ist klar: Dieser Kampf ist noch nicht vorbei. Solidarität ist keine Einbahnstraße – und sie endet nicht an den Werkstoren. Wir stehen an der Seite der Beschäftigten in Büdelsdorf und werden weiterhin deutlich einfordern, dass Verantwortung übernommen wird.
